Haben Sie noch medizinische Fragen zur Impfung?

Das Universitätsklinikum Freiburg hat Ihnen Antworten für aufkommende Fragen im Rahmen der Corona-Impfung zusammengestellt.

Allgemeine Fragen zur Impfung

  • Warum sollte man sich gegen COVID-19 impfen lassen?
    • Eine Impfung gegen COVID-19 trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der
      Pandemie bei. 
    • COVID-19 ist eine Erkrankung, die durch die Infektion mit SARS-CoV-2 auftreten kann. Der Krankheitsverlauf variiert hinsichtlich Symptomatik und Schwere: es können asymptomatische, symptomarme oder schwere Infektionen mit Pneumonie und weiteren Organbeteiligungen auftreten, die zum Lungen- und Multiorganversagen bis zum Tod führen können. Ein Teil der COVID-19-PatientInnen hat sich auch Wochen oder Monate nach Beginn der Erkrankung noch nicht wieder erholt und leidet weiterhin unter schweren Allgemeinsymptomen.
    • Allein in Deutschland sind bisher über 1,3 Millionen Menschen an COVID-19 erkrankt und mehr als 22.000 Menschen daran gestorben. Durch eine Impfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduziert werden. Effektive und sichere Impfungen können einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten und werden es ermöglichen, Kontaktbeschränkungen mittelfristig zu lockern. Zunächst muss jedoch ein Großteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickelt haben. Durch die Impfung wird eine relevante Bevölkerungsimmunität ausgebildet und das Risiko schwerer COVID-19 Erkrankungen sehr stark reduziert.
  • Wie lange wird mein Impftermin im ZIZ Freiburg voraussichtlich dauern? 
    • Der Impftermin ab dem Einlass inkl. Wartezeit bis zum Auslass beträgt i.d.R. ca. 45 - 60 Minuten.
  • Benötige ich meinen Impfpass für die Impfung?
    • Von Dezember bis einschließlich Februar wurde ein offizielles Dokument - eine Impfbescheinigung - als Nachweis zur Impfung ausgestellt. Seit März werden die Impfungen direkt in den Impfpass eingetragen. Daher bitten wir Sie, insofern sie ein Impfpass besitzen, diesen zu Ihrem 1. und 2. Impftermin mitzubringen. Das Einlegeblatt (Impfbescheinigung) kann ebenfalls in den Impfpass eingeheftet werden.
  • Stehen Rollstühle vor Ort zur Verfügung für Personen mit eingeschränkter Mobilität?
    • Ja, für Ihren Aufenthalt im Impfzentrum Freiburg können am Eingang entsprechend Rollstühle ausgeliehen und am Ausgang wieder abgegeben werden.
  • Sie haben bei Ihrem Besuch im Impfzentrum Freiburg etwas verloren?
    • Melden Sie sich zu unseren Öffnungszeiten Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr sowie 13 und 17 Uhr telefonisch bei uns unter: 0761 3881 3200 oder jederzeit per E-Mail mit einer detaillierten Beschreibung der Fundsache: impfzentrum(at)fwtm.de.
  • Kann ich geimpft werden, wenn ich bereits mit COVID-19 infiziert war?
    • Eine Impfung kann erst 6 Monate nach einer COVID-19 Infektion erfolgen. Wenn Sie bereits inifiziert waren (positiver PCR-Test oder Antikörpernachweis), erhalten Sie insgesamt lediglich eine Impfdosis verabreicht. Als Nachweis der vollständigen Impfung zählt hier zum einen der positive PCR-Test bzw. Antikörpernachweis sowie der Eintrag der Impfung im Impfpass oder auf dem Ersatzdokument. Bringen Sie bitte Ihren positiven PCR-Test oder den Antikörpernachweis mit zur Impfung.
  • Wie wird gegen COVID-19 geimpft?
    • Die Impfung wird ausschließlich intramuskulär (i. m.) verabreicht werden.
  • Wie lange muss ich nach anderen Impfungen warten?
    • Zu anderen Impfungen sollte -nach Möglichkeit- ein Mindestabstand von 14 Tagen vor Beginn und nach Ende der Impfserie eingehalten werden. Notfallimpfungen sind hiervon ausgenommen.
  • Was passiert, wenn ich Blutverdünner (Antikoagulantien) einnehme?
    • Die Impfung wird ausschließlich intramuskulär (i. m.) verabreicht werden. Dies gilt auch für PatientInnen, die Antikoagulanzien (Blutgerinnungshemmer) einnehmen. Für diese werden jedoch sehr feine Injektionskanülen verwendet und die Einstichstelle nach der Impfung mindestens 2 Minuten lang komprimiert.
    • Wie lange hält die hier verwendete Impfung?
      • Über welchen Zeitraum eine geimpfte Person vor einer COVID-19 Erkrankung geschützt ist, d.h. wie lange der Impfschutz besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Zudem ist noch nicht geklärt, in welchem Maße die Transmission (Erregerübertragung) durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird.
      • Trotzdem bietet die Impfung einen sehr guten individuellen Schutz vor der Erkrankung.
    • Wer darf aktuell geimpft werden?
      • Aktuell sind alle Personen impfberechtigt.
    • Wie lange dauert es bis ein Großteil der Bevölkerung gegen COVID-19 geimpft ist?
      • Durch die Zulassung mehrerer Impfstoffe ist es zu erwarten, dass im Laufe des Jahres 2021 je nach Verfügbarkeit der Impfdosen die breite Bevölkerung geimpft werden kann. Aktuell werden über 2.000 Personen pro Tag geimpft. 
    • Was ist bei Schwangerschaft, Stillzeit und Kinderwunsch zu beachten?
      • Beim Thema Schwangerschaft, Kinderwunsch und Stillzeit erlaubt die aktuelle Datenlage keine Impfung. Frauen im gebärfähigen Alter wird sogar empfohlen, eine Schwangerschaft für mindestens zwei Monate nach der zweiten Injektion zu vermeiden. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Fragen zur Terminbuchung

    Um Ihnen die Terminbuchung etwas zu erleichtern, haben wir Ihnen einige Fragen und Antworten im Folgenden zusammengestellt.

    • Ich habe eine neue Einladung für meinen zweiten Impftermin erhalten, ist das richtig?
      • Die Abstände zw. dem Erst- und Zweittermin wurden im ZIZ Freiburg Mitte/Ende März verschoben. Bei einer Biontech Impfung sollte der Zeitraum nun 21 bis 42 Tage und bei einer AstraZeneca Impfung 12 Wochen betragen. Sollte der Zeitraum bei Ihnen länger bzw. kürzer sein, erhalten Sie von uns eine aktualisierte Termineinladung per Post oder per E-Mail.
    • Ich habe einen anderen Termin wie mein/e Frau/Mann etc. erhalten. Wir möchten aber zusammen zur Impfung kommen. Ist das möglich?
      • Wenn Sie zwei getrennte Termine gebucht haben, die nicht am selben Tag stattfinden, kann leider keine Umterminierung stattfinden. Es gibt keine Möglichkeit, den Tag oder die Uhrzeit zu verändern.
      • Sollten die Termine am gleichen Tag stattfinden, werden Sie leider nur höchstens 15 Minuten vor dem gebuchten Termin eingelassen.
      • Falls ein Termin überhaupt nicht wahrnehmbar ist für Sie, können Sie diesen über die Webseite der 116117 durch Eingabe Ihres Vermittlungscodes absagen und einen neuen Termin buchen.
    • Kann ich meinen Termin auf eine andere Person übertragen?
      • Die Termine können NICHT auf andere Personen übertragen oder umterminiert werden. 
      • Falls ein Termin überhaupt nicht wahrnehmbar ist für Sie, können Sie diesen über die Webseite der 116117 durch Eingabe Ihres Vermittlungscodes absagen und einen neuen Termin buchen. 
    • Kann ich meinen Termin ändern, damit ich einen anderen Impfstoff erhalte?
      • Eine Änderung des Impfstoffes ist nicht möglich.
      • Falls Sie den gebuchten Impfstoff nicht erhalten möchte, bleibt Ihnen lediglich die Möglichkeit, den Termin abzusagen und einen neuen Termin zu buchen. Die Absage können Sie über die Webseite der 116117 durch Eingabe Ihres Vermittlungscodes vornehmen. 
    • Ist mein Termin gültig wenn ich keine Terminbestätigung erhalten habe?
      • Leider kommt es immer wieder vor, dass die Terminbestätigungen nicht per E-Mail zugesendet werden. Aber dies stellt kein Problem dar. Wenn Sie die Webseite der 116117 ​​​ aufrufen, können Sie durch Eingabe Ihres Vermittlungscodes ganz einfach Ihre beiden Termine einsehen. Die Übersicht können Sie ausdrucken und als Nachweis im Impfzentrum mitbringen. 
      • Sollte keine Terminbuchung erfolgt sein, erscheint die Buchungsübersicht. In einem solchen Fall müssten Sie erneut einen Termin buchen.
    • Kann mir jemand helfen mit der Terminbuchung?
      • Sie haben Probleme mit der Buchung? Gerne können Sie die Anleitung des Seniorenbüros Freiburg zurate ziehen. Sollten Sie Schwierigkeiten damit haben, den Computer zu bedienen bzw. keinen Zugriff darauf haben, können Sie die Buchung gerne telefonisch wahrnehmen. 
      • Sie versuchen es bereits seit mehreren Wochen einen Termin zu erlangen? Gerne senden wir Ihnen eine E-Mail mit dem Hinweis, wann wieder Termine online buchbar sind. Hierfür melden Sie sich einfach hier an und bestätigen die darauffolgende E-Mail.
    • Wann stehen wieder Termine zur Buchung online zur Verfügung
      • Sie versuchen es bereits seit mehreren Wochen einen Termin zu erlangen? Gerne senden wir Ihnen eine E-Mail mit dem Hinweis, wann wieder Termine online buchbar sind. Hierfür melden Sie sich einfach hier an und bestätigen die darauffolgende E-Mail.
    • Ich kann meinen ersten Termin nicht wahrnehmen? Kann ich den zweiten Termin in einen ersten umwandeln?
      • Tatsächlich ist es möglich, den ersten Termin auszusetzen und den zweiten Termin als ersten Termin zu verwenden. Sollten Sie beispielsweise aus Gründen der Krankheit o.ä. den ersten Termin nicht wahrnehmen können, ist dieses Vorgehen möglich. In einem solchen Fall benötigen wir lediglich von Ihnen im Impfzentrum Freiburg die Information am Registrierungsschalter, dass Sie noch einen zweiten Termin benötigen. Sie erhalten dann am Ausgang einen Buchungscode, mit dem Sie Ihren Zweittermin innerhalb der nächsten sieben Tage selbst buchen können.
    • Ich habe aus Versehen zwei Termine gebucht. Kann ich wieder einen der beiden Termine absagen?
      • Über die Webseite der  116117  können Sie durch Eingabe Ihres Vermittlungscodes Ihre Termine absagen und somit wieder für eine andere Person freigeben.
    • Kann die Zweitimpfung gegen COVID-19 in einer Hausarztpraxis durchgeführt werden, auch wenn die Erstimpfung im Impfzentrum erfolgte?
      • Nur in begründeten Ausnahmefällen kann davon abgewichen werden. Eine Ausnahme kann beispielsweise sein, dass die Zweitimpfung im Impfzentrum wegen eines Krankenhausaufenthalts nicht wahrgenommen werden kann.

    Wie wirken die m-RNA Impfstoffe?

    • Welche m-RNA Impfstoffe werden im ZIZ Freiburg verwendet?
      • Im Impfzentrum Freiburg werden die m-RNA Impfstoffe von zwei Herstellern verwendet: Comirnaty® der Firma Pfizer/BioNTech und Covid-19 Vaccine® der Firma Moderna. Die Wirkungsweise von beiden Impfstoffen ist als identisch einzustufen.
    • Welcher Abstand sollte zw. der Erst- und Zweitimpfung liegen?
      • Für eine vollständige Impfserie der beiden mRNA-Impfstoffe sind zwei intramuskulär (i.m.) zu applizierende Impfstoffdosen notwendig. Die Abstände zw. dem Erst- und Zweittermin wurden im ZIZ Freiburg Mitte/Ende März verschoben. Bei einer Pfizer/BioNTech Impfung sollte der Zeitraum nun 21 bis 42 Tage und bei der Moderna Impfung 28 bis 42 Tage betragen. Sollte der Zeitraum bei Ihnen länger bzw. kürzer sein, erhalten Sie von uns eine aktualisierte Termineinladung per Post oder per E-Mail.
    • Wie effektiv ist dieser Impfstoff?
      • Die Studiendaten zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus zu infizieren, bei den COVID-19 geimpften TeilnehmerInnen um ca. 95% geringer war als bei den Placebo-geimpften TeilnehmerInnen. Das bedeutet, dass eine gegen COVID-19 geimpfte Person nach einem Kontakt mit SARS-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken wird. 
    • Wie lange hält die Impfung?
      • Über welchen Zeitraum eine geimpfte Person vor einer COVID-19 Erkrankung geschützt ist, d.h. wie lange der Impfschutz besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Zudem ist noch nicht geklärt, in welchem Maße die Transmission (Erregerübertragung) durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird.
      • Trotzdem bietet die Impfung einen sehr guten individuellen Schutz vor der Erkrankung. 
    • Welche Nebenwirkungen hat die Impfung?
      • Wie bei jeder Impfung können auch nach einer COVID-19-Impfung Impfreaktionen auftreten.
      • Lokal: Altersgruppe 16-55 Jahre 83% der Geimpften gaben Schmerzen an der Einstichstelle nach der ersten Dosis an. 6% der Geimpften berichteten über Rötung an der Einstichstelle, während 6% über Schwellung klagten. Insgesamt traten in der Altersgruppe der >55-Jährigen weniger Lokalreaktionen auf.
      • Systemisch: Abgeschlagenheit 47%, Kopfschmerzen 42%, Muskelschmerzen 21% nach der 1. Dosis in der Altersgruppe 16-55 Jahre. Nach der zweiten Impfstoffdosis traten systemische Reaktionen ähnlich häufig auf.
      • Schwere unerwünschte Ereignisse: Vier schwere unerwünschte Ereignisse wurden als impfstoffbezogen klassifiziert (Schulterverletzung; axilläre Lymphadenopathie; paroxysmale ventrikuläre Arrhythmie; Parästhesie des rechten Beins). Keine Todesfälle.
    • Was wissen wir über mRNA-Impfstoffe?
      • mRNA-Impfstoffe enthalten Genabschnitte des SARS-CoV-2-Virus in Form von Messenger-RNA (kurz mRNA), die auch als Boten-RNA bezeichnet wird. Ausgehend von der mRNA werden nach Verimpfung in Körperzellen Proteine hergestellt, die dann das Immunsystem zu einer gezielten Antikörperbildung gegen SARS-CoV-2 und einer zellulären Abwehr gegen SARS-CoV-2-infizierte Zellen anregen und so eine Immunreaktion erzeugen. Eine Immunreaktion anregende Proteine werden als Antigene bezeichnet.
      • Um die Aufnahme durch einige wenige Körperzellen zu ermöglichen, wird die mRNA mit Lipidstoffen umhüllt, sodass sogenannte mRNA-Lipidnanopartikel entstehen. Diese sind auch nach der intramuskulären Injektion stabil und ermöglichen die Aufnahme der mRNA in einige wenige Muskel- und Immunzellen. Studien haben gezeigt, dass die Lipidnanopartikel nicht zytotoxisch (zellschädigend) sind und von ihnen keine Gefahr für den menschlichen Körper ausgeht.
      • In den Zellen wird die Erbinformation, die auf der mRNA kodiert ist, ausgelesen und in Protein übersetzt (translatiert). Das ist ein Prozess, der in Körperzellen auch mit der zelleigenen mRNA abläuft: Bei einigen COVID-19-mRNA-Impfstoffen handelt es sich um Nucleosid-modifizierte mRNA (modRNA), die das SARSCoV-2-Oberflächenprotein (Spikeprotein) kodiert. Die Verträglichkeit der modRNA ist im Allgemeinen gegenüber nicht modifizierter mRNA verbessert.
      • Das ausgehend von der mRNA gebildete Virusprotein regt als Antigen das Immunsystem des Körpers dazu an, Antikörper gegen SARS-CoV-2 zu produzieren (humorale Immunantwort). Virusproteine können zudem eine T-Zell-Antwort (CD4, CD8) auslösen (zelluläre Immunantwort). Die mRNA der RNA-Impfstoffe wird nach kurzer Zeit von den Zellen abgebaut. Sie wird nicht in DNA umgebaut und hat keinen Einfluss auf die menschliche DNA, weder in Körperzellen noch in Keimbahnzellen. Nach dem Abbau der mRNA findet keine weitere Produktion des Antigens statt.
    • Warum kam es zu einer so schnellen Zulassung dieser Impfung?
      • Häufig liegt zwischen Zulassung des Impfstoffs und der STIKO-Empfehlung eine lange Zeit. Für COVID19 ergibt sich eine besondere Situation: Die Zulassungsbehörden haben bereits in der Entwicklungsphase eines neuen Impfstoffs nach und nach Daten vom Impfstoffhersteller übermittelt bekommen (Rolling Review) und entscheiden dann über eine Zulassung. Die STIKO (Ständige Impfkommission) hat zeitgleich und ebenfalls nach und nach die Daten der Impfstoffhersteller bewertet. Ziel dieser unabhängigen Arbeitsweise war es, zeitnah zur Zulassung des Impfstoffs eine wissenschaftliche Impfempfehlung der STIKO zu veröffentlichen. Die STIKO passt sich an besondere Situationen wie die der Corona-Pandemie an und konnte schnellere Empfehlungen abgeben, weil sie Vorüberlegungen für verschiedene Szenarien angestellt hat.
      • Es ist davon auszugehen, dass die Empfehlung im Laufe des nächsten Jahres immer wieder überprüft und ggf. angepasst werden muss. 
    • Kann die Impfung gegen COVID-19 für Kinder angewendet werden?
      • Zunächst stehen die Impfstoffe nur für Erwachsene zur Verfügung, da sie bei Kindern und Jugendlichen noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht werden konnten. Der Biontech Impfstoff darf mit Zustimmung der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten bei Personen ab 16 Jahren erfolgen.

    Wie wirkt der Vektor-Impfstoff AstraZeneca?

    • Welcher Abstand sollte zw. der Erst- und Zweitimpfung liegen?
      • Für eine vollständige Impfserie der beiden mRNA-Impfstoffe und des Vektor-basierten AstraZeneca-Impfstoffs sind zwei intramuskulär (i.m.) zu applizierende Impfstoffdosen notwendig. Die Abstände zw. dem Erst- und Zweittermin wurden im ZIZ Freiburg Mitte/Ende März verschoben. Bei einer AstraZeneca Impfung sollte der Zeitraum9 bis 12 Wochen betragen. Sollte der Zeitraum bei Ihnen länger bzw. kürzer sein, erhalten Sie von uns eine aktualisierte Termineinladung per Post oder per E-Mail.
    • Was passiert mit meiner Zweitimpfung wenn ich bei der Erstimpfung AstraZeneca erhalten habe?
      • Alle Personen, welche im Zentralen Impfzentrum Freiburg eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten und das 61. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, erhalten grundsätzlich die Möglichkeit, die Zweitimpfung mit einem mRNA Impfstoff wahrzunehmen. Alle Personen, die über 60 Jahre als sind, erhalten gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission den AstraZeneca Impfstoff. Weitere Informationen finden Sie hier.
    • Gibt es Änderungen seit der Impfstoff wieder eingesetzt werden darf?
      • Das Aufklärungsmerkblatt wurde um weitere Inhalte ergänzt. Bitte lesen Sie sich dieses Dokument ausführlich durch bevor Sie Ihre Impfung erhalten. Hier können Sie das Dokument einsehen.
    • Warum wurde der AstraZeneca Impfstoff temporär ausgesetzt?
      • Hier finden Sie alle relevanten Informationen.
    • Wie effektiv ist dieser Impfstoff?
      • Der AstraZeneca-Impfstoff verhindert in der Mehrzahl der Fälle eine Covid-19-Erkrankung. Und vor allem: Sollte ein Geimpfter doch erkranken, verhindert er schwere Verläufe. Kein Teilnehmer der Zulassungsstudien musste stationär behandelt werden. Dies geht aus einer Zusammenstellung zur Si­cher­heit und Wirk­sam­keit des Impf­stoffs von Astra­Zene­ca hervor, die das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) veröffentlicht hat. Der Impfstoff von AstraZeneca hat ein reguläres, nicht abgekürztes Zulassungsverfahren der Europäischen Arzneimittelagentur EMA und daher alle vorgeschriebenen Sicherheits- und Wirksamkeitstests bestanden – so wie auch die bisher zugelassenen anderen beiden Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna. Der Wirksamkeit des Impfstoffs liegt laut Studien bei 70 Prozent und damit weit über dem notwendigen Zulassungswert von 50 Prozent. Dies ist zwar eine etwas geringere Wirksamkeit als bei den beiden anderen bisher zugelassenen Impfstoffen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass der AstraZeneca-Impfstoff sicher ist und vor einer schweren Erkrankung schützt.
    • Was bedeutet eine Wirksamkeit von 70 Prozent?
      • Der Wert bezieht sich nicht auf den Schutz des einzelnen Geimpften - sondern auf das Risiko einer Erkrankung von einer Gruppe Geimpfter verglichen mit einer Gruppe Nicht-Geimpfter mit vergleichbarem Ansteckungsrisiko. Eine Wirksamkeit von 70 Prozent bedeutet also nicht einen 70-prozentigen Schutz des Geimpften, sondern dass 70 Prozent der Fälle verhindert werden, die ohne Impfung auftreten würden.
    • Wie lange hält die Impfung?
      • Über welchen Zeitraum eine geimpfte Person vor einer COVID-19 Erkrankung geschützt ist, d.h. wie lange der Impfschutz besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Zudem ist noch nicht geklärt, in welchem Maße die Transmission (Erregerübertragung) durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird.
      • Trotzdem bietet die Impfung einen sehr guten individuellen Schutz vor der Erkrankung. 
    • Welche Nebenwirkungen hat die Impfung?
      • Grundsätzlich sind Impfreaktionen immer möglich. Dazu gehören z. B. Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen oder Ermüdung - sie treten nach einer Impfung verhältnismäßig häufig auf. Aber sie sind von kurzer Dauer, außerdem sind sie ein natürliches Zeichen für eine Immunantwort des Körpers auf die Impfung. Das PEI überwacht ständig die Impfreaktionen bei allen zugelassenen Impfstoffen. Komplikationen werden systematisch erfasst und ausgewertet, um reagieren zu können.
      • Bei COVID-19 Vaccine AstraZeneca waren die am häufigsten berichteten Impfreaktionen bei den Geimpften (> 18 Jahre) Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (> 60 %), Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen und Ermüdung (> 50%), Muskelschmerzen und Krankheitsgefühl (>40%), Fiebrigkeitsgefühl und Schüttelfrost (>30%), Gelenkschmerzen und Übelkeit (>20%). Häufig (zwischen 1% und 10%) traten Fieber > 38°C, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle, Übelkeit und Erbrechen auf. Gelegentlich (zwischen 0,1% und 1%) wurde über Lymphknotenschwellung, Juckreiz oder Hautausschlag berichtet.
    • Was wissen wir über Vektor-Impfstoffe?
      • Vektorbasierte Impfstoffe bestehen aus für den Menschen harmlosen Viren, die gentechnisch so verändert sind, dass sie in ihrem Genom die genetische Sequenz mit dem Bauplan für einen oder mehrere Bestandteile des Erregers (Antigen) enthalten, gegen den der Impfstoff gerichtet ist. Die COVID-19-Vektorimpfstoffkandidaten enthalten ungefährliche, gut untersuchte Trägerviren, in deren Genom ein Gen eingebaut wurde, das den Bauplan für das SARS-CoV-2-Oberflächenprotein, das Spikeprotein, enthält.
      • Zum AstraZeneca-Impfstoff: Dieser Impfstoff basiert auf einem Adenovirus (das modifizierte Virus ChAdOx1), das bei Schimpansen Atemwegsinfekte auslösen kann, für Menschen aber harmlos ist. Das Impfvirus vermehrt sich im menschlichen Körper nicht und kann somit keine Infektion auslösen. Nach Impfung wird ausgehend von dem Bauplan für das Impfantigen (das Gen für das Spikeprotein) dieses von den Körperzellen selbst hergestellt. Die Vektorviren dienen somit als "Genfähre" für das Spikeprotein-Gen von SARS-CoV-2. Das von den Körperzellen gebildete Spikeprotein regt das Immunsystem des Körpers dazu an, Antikörper gegen SARS-CoV-2 zu produzieren (humorale Immunantwort). Zudem kann eine T-Zell-Antwort (CD4, CD8) ausgelöst werden (zelluläre Immunantwort). Die Impfvektoren werden durch das Immunsystem kontrolliert und nach kurzer Zeit eliminiert. Ähnliche vektorbasierte Impfstoffkandidaten nutzen modifizierte humane Adenoviren (Typ 26 oder Typ 5) als Trägerviren, die ebenfalls so verändert sind, dass sie sich nicht mehr im menschlichen Körper vermehren können.​​​
    • Kann die Impfung für Kinder angewendet werden?
      • Zunächst stehen die Impfstoffe nur für Erwachsene zur Verfügung, da sie bei Kindern und Jugendlichen noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht werden konnten. 

    Die Antworten des Universitätsklinikum Freiburg auf aufkommende Fragen finden Sie auch hier als Download: 

    PDF-Datei zum Download

    Bildergalerie

    Am 9. Dezember 2020 gab es bereits einen Großversuch mit rund 90 freiwilligen Helfern, um den Ablauf einer Corona-Massenimpfung zu testen. 

    Copyright aller Fotos: Stadt Freiburg / Patrick Seeger 

    Die FWTM betreut das Zentrale Impfzentrum in der Messe organisatorisch und koordinativ – ihr zur Seite stehen das Universitätsklinikum Freiburg und die Stadt Freiburg. Das Universitätsklinikum und die Kassenärztliche Vereinigung stellen die medizinische Versorgung sowie das medizinische Personal bereit. Die Kosten der Impfzentren trägt das Land Baden-Württemberg. 

    Als eines von neun zentralen Impfzentren in Baden-Württemberg ist das Impfzentrum in der Messe Freiburg ein wesentlicher Baustein der Impfstrategie der Landesregierung. Vorgesehen ist, dass ca. 2.000 Personen pro Tag und im besten Falle ca. 300 Personen pro Stunde geimpft werden können. An die Zentralen Impfzentren angedockt werden jeweils 5 mobile Teams, die vorwiegend Alten- und Pflegeheime mit Impfungen versorgen.  Des Weiteren werden die jeweiligen Kreisimpfzentren genutzt, hier sollen ca. 750 Personen pro Tag geimpft werden. Auch an sie werden jeweils zwei mobile Teams angedockt. Die aktuellen Planungen sehen vor, die Impfungen Mitte 2021 an die Hausarztpraxen zu übergeben. Bereits Mitte April 2021 ist eine Impfung in den Hausarztpraxen parallel zum Zentralen Impfzentrum in Planung.

    Service

    FWTM GmbH & Co.KG,
    Messe Freiburg